Adorf/Vasbeck setzt sich an Spitze
Adorf. Der klassenhöhere Gruppenligist TSV Sachsenhausen stemmte sich gegen eine Niederlage - aber letztlich hilft das 0:0 im Relegationsduell gegen die SG Vasbeck/Adorf dem Noch-Gruppenligisten nicht wirklich weiter.

Kopfball von Kristian Willeke (rechts); Erland Faust und Martin Riehl (links) sowie Carsten Heidel (mitte) schauen zu. Foto: Kares
Adorf/Vasbeck führt jetzt die Tabelle mit vier Punkten an. Die Sachsenhäuser haben als Vierter mit einem Punkt aber auch noch eine Minimalchance auf den zweiten Platz.
„Wir sind auf eine starke Sachsenhäuser Mannschaft getroffen“, resümierte der Adorfer Spielertrainer Kristian Willeke die Relegationspartie in Adorf vor 270 Zuschauern. „Für uns ist es unglücklich gelaufen. Wir standen hinten topp; vorne war es dagegen ein Flop. Das Remis ist verdient“, sagte Willeke.
Adorf/Vasbeck - Sachsenhausen 0:0. In der ersten Halbzeit verlief die Partie überwiegend sehr ausgeglichen. Die ersten 15 Minuten gingen an die Gäste aus Sachsenhausen, danach wurden die Adorfer besser. Chancen blieben aber auf beiden Seiten zunächst aus. Die einzige ernsthafte Möglichkeit in Durchgang eins hatten die Sachsenhäuser in der 35. Minute, als Sascha Lehmann den Pfosten traf.
Nach der Halbzeitpause war zunächst der Gastgeber am Drücker: In der 50. Minute hatte Spielertrainer Willleke eine Doppelchance: zuerst mit dem Fuß, dann per Kopf scheiterte er an Torwart Wegener. Für den TSV vergab dann Riehl eine Möglichkeit (63.).
In der 77. Minute pfiff der Schiedsrichter einen indirekten Freistoß für Adorf/Vasbeck: Kristian Willeke lief aus zehn Metern an, schoss aber über das Tor.
In der Endphase erspielte sich der für Torjäger Mario Amert nach der Halbzeitpause eingewechselte Grgor Mainusch eine gute Chance (81.), doch im Nachfassen hatte Keeper Jakob das Leder.
Dann waren wieder die Gastgeber gefährlich: Eine Minute später entpuppte sich der Weitschuss des Adorfers Böhle als tückischer Aufsetzer, den der Torwart nur abprallen konnte. Der Nachschuss von Roman Lizenberger wurde gehalten. Auf dem Posten war der Torwart auch bei der Emde-Chance (87.).
Aufregung dann in der Nachspielzeit, als Timo Kiepe den durchgebrochenen Willeke vor der Strafraumgrenze nur per Notbremse stoppen konnte. Der Sachsenhäuser sah dafür glatt Rot (90.). Der von Jäger geschossene Freistoß aus 20 Metern drehte sich gefährlich, doch der Torwart konnte ihn wegboxen.
„Man merkte beiden Teams die Nervosität an“, erklärte Karsten Braune. „Die meisten Chancen sind aus Zufällen entstanden. In der zweiten Halbzeit war Adorf besser. Wir haben uns unnötige Fehler erlaubt. Dennoch war eine deutliche Steigerung gegenüber dem 0:3 gegen Lohre/N. zu erkennen.“
Von Björn Weickert